Montag, 29. Oktober 2007

Lektion Acht...

Samstag 27.10.07
13:45 - 15:15
4.1 Handschriften und Alte Drucke – 1 (Dr. Karla Schmidt)

!!Handschriften sind Unikate!!
Dies sollen wir uns merken, und wenn es das Einzige ist, was wir aus dieser Vorlesung mitnehmen... ;-)
Die Frau ist echt der Hammer, Jens hat uns da nicht zuwenig versprochen. Einen bissigen Humor und ein Verständnis für ihr Fach, das weit in andere Fächer hineinreicht. Eine Dozentin, wie man sie sich wünscht. Nun aber genug der Lobhudelei...

Einige Notizen, die noch der Korrektur bedürfen:
- Im 15. Jh. gab es unterschiedliche Arten, Texte herzustellen wie Abschrift, Blockdruck (?), etc. diese wurden vom Typodruck (?), dem Druck mit beweglichen Lettern, von Gutenberg erfunden, abgelöst
- Drucke aus dieser Zeit sind, wie Handschriften, oft Unikate, da diese Drucke oft von Hand nachbereitet wurden und daher individuell sind
- Die Erfassung von Handschriften und alten Drucken ist aufwändig und schwierig, da die Metadaten verstreut und nicht standardisiert im Dokument vorliegen.
Kleines Video zum Brand der Anna Amalia Bibliothek

Herr Stettler (toller Dozent an der HTW Chur) hatte uns mal ne interessante Seite vorgeschlagen, ach, wie hiess die nur gleich...?
Zumindest von Interesse ist hier sicherlich das Klosterarchiv und die Klosterbibliothek Einsiedeln (wenn auch nicht Deutsch...).

Lesen:
- Michael Giesecke: Als die alten Medien neu waren
- Christine Jakobi-Mirwald: Das mittelalterliche Buch – Funktion und Ausstattung (empfiehlt Sie)
- Karl Löffler: Einführung in die Handschriftenkunde (v.a. die Einführung lesen!)
- Stephan Füssel: Gutenberg und seine Wirkung

Pflichtfragen, die wir im Laufe dieses Semesters beantworten werden:
- Was versteht man unter Handschriften im weiteren und im engeren Sinn?
- Welche Typen von Handschriften sind als Bibliotheksbestände von Bedeutung?
- Welche speziellen Methoden und Mittel wenden die Bibliotheken bei der Erschließung ihrer Handschriftenbestände an?
- Was sind Alte Drucke?
- Welche Merkmale der Drucke des 15. Jahrhunderts rechtfertigen es, sie als eine besondere Gruppe zu betrachten?
- Welche Merkmale der Alten Drucke des 16., 17. und 18. Jahrhunderts begründen ihre besondere Behandlung bei der formalen Erschließung?
- Welchen bibliographischen Informationsmitteln verzeichnen und erschließen Alte bzw. Historische Drucke?
- Welche bibliothekarischen Gemeinschaftsunternehmen zur Erschließung historischer Bestände gibt es dazu?
- weiterführende Probleme: Einsatzmöglichkeiten der Digitalisierung für die Erhaltung, Erschließung und Nutzung von Handschiften und historischen Drucken

Na, danach mutieren wir wohl alle zu Genies im diesen Fach! Schön wärs...

Kommentare:

Lambert hat gesagt…

Hi, was für eine coole Weblog-Anwendung! Warum bin bloß ich nicht auf diese Idee gekommen?? Ich würde mich freuen euch auch mal live zu begegnen, vielleicht ergibt sich ja mal ne Gelegenheit dazu! Viele Grüße und viel Spaß, Lambert (11. Matrikel)

jge hat gesagt…

Ja, Handschriften sind Unikate. Habe neulich von einer Referendarin die Frage gehört: "Haben Sie mehrere Exemplare dieser Handschrift?" Hätte beinahe laut losgeprustet. Also bitte merken.

Viel Erfolg beim Studium! Gruß, JGE